Oh mein Gooooooott! Ich muss ja für morgen noch die Unterrichtsvorbereitung machen, im Bad türmt sich die Wäsche, in einer Woche hat Schatzie Geburtstag und Ostern ist auch schon brenzlich nah – wie soll ich das bloß alles schaffen!

Wenn ich dran denke, wie das Fest mich schon im letzten Jahr gestresst hat! Kuchen backen, Nester basteln, alle einladen – mit selbstgemalten Kärtchen natürlich … Und dann waren da doch lange Gesichter, wenn das „Falsche“ im Osterkörbchen lag. Bloß nicht wieder so ein Familiendesaster!

Kennst Du das?

Du sitzt friedlich mit einem Milchkaffee auf Deiner Terrasse und bist mega gestresst! Von Dingen, die noch gar nicht dran sind und solchen, die längst hinter Dir liegen. Dein armes Hirn hüpft von der Vergangenheit in die Zukunft und zurück und beschert Dir Stress am laufenden Band!

Dabei singen die Vögel um Dich herum und die Sonne kitzelt Dein Gesicht – es könnte sooooo schön sein!

Was kann da helfen?

Tauche ein in den JETZIGEN MOMENT!

JETZT sitzt Du auf der Terrasse und hast Dich entschlossen, Milchkaffee zu trinken – also tue es! Bleib bei Dir und Deinem himmlischen Milchkaffee, höre den Vögeln zu und genieße die Sonnenstrahlen auf Deiner Haut! Basta!

In diesen wunderbaren Milchkaffee-Minuten bricht die Welt nicht zusammen und mit Deinem Sein im JETZT mit allen Sinnen, lädst Du Deinen Akku auf und den Stress aus!

Unser Hirn ist nunmal so, um uns zu „retten“, springen die Gedanken wie kleine wilde Affen im Morgen und Gestern herum und schicken damit die Stresshormone auf die Reise in unseren Körper. Ja, das kann nervig sein!

Wenn Du das aber weißt, kann es ziemlich einfach sein, sie springen zu lassen und ins JETZT einzutauchen, wo es meist alles andere als schlimm ist.

„Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.“ – Siddhartha Gautama

Wie das geht? Eine kleine Zen-Geschichte kann Dir das ein wenig verdeutlichen:

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“ Der Zen-Meister antwortet: „ Wenn ich gehe, dann gehe ich . Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

„Wieso? Das mache ich doch auch.“

Der Zen-Meister antwortet: „Wenn du gehst, denkst du ans Essen und wenn du isst, dann denkst du ans Schlafen. Wenn du schlafen sollst, denkst du an alles Mögliche. Das ist der Unterschied.“

Probiere das doch einfach in diesem Monat einmal aus!

Wenn Du gehst, gehst du, wenn Du liest, liest Du, wenn Du isst, isst Du, wenn Du zuhörst, hörst Du zu… Neben weniger Stress landen garantiert auch mehr Sinnlichkeit und Freude in Deinem Leben!

Hier ist noch eine berühmte Achtsamkeitsübung für Experimentierfreudige, bei der Du dem jetzigen Moment wirklich sinnlich näher kommst – die Rosinenmeditation. Es ist eine uralte buddhistische Meditationsübung. Du brauchst – ein wenig Zeit und Offentheit für neue Erfahrungen und – eine Rosine (wenn Du Rosinen verabscheust, kannst Du auch eine andere Frucht oder ein Stück Schoki nehmen 😉

Aber spätestens JETZT – höre ich schon alle „Gegenteilsortierer“ vor sich hin murmeln…

Wenn aber nun mein JETZT voller Stress ist? Was mache ich denn dann?

Wenn mein Chef schon zum 3. mal eine bestimmte Arbeit angemahnt hat, wenn die Kollegin neben mir ständig meckert, wenn die Leute an der Bushaltestelle voll mies drauf sind…

Richtig – wenn Dein JETZT ein SRESS-JETZT ist, macht es wenig Sinn, mal so richtig reinzutauchen… 😉

Wenn Dein JETZT voller Stressauslöser ist, Du aber nicht gerade Leben retten musst (dann wäre Stress nämlich total sinnvoll und angebracht), dann ist es gut, einen magischen, ruhigen, sicheren und entspannenden Ort zu haben, der einfach nur vor Deinem geistigen Auge erscheinen darf – und schwupps, kann Dir der JETZT-STRESS nix anhaben!

Wenn Du das ein klitzekleinwenig übst, geht es sogar mit offenen Augen – also auch in einer nervigen Teamsitzung – und lässt wie von Zauberhand zur Verwunderung aller ein seliges Lächeln auf Deinem Gesicht erscheinen.

Tauche in stressigen Situationen in Deinen virtuellen magischen Ort ein und lass alle Störfaktoren durch Dich hindurch fließen (nicht abwehren!!!!)

Stelle Dir vor, Du bist ein Schwamm, der das Negative um Dich herum aufnimmt und gleich wieder abgibt. Du aber verweilst mit allen Sinnen an Deinem magischen Ort!

Unser Gehirn hat nämlich einen wunderbaren großen Nachteil: es kann sehr schlecht entscheiden, ob Du gerade wirklich am Strand oder im Wald entspannst, oder ob Du Dir das nur mal so vorstellst 😉 Es flutet Deinen Körper mit allem, was Dir Ruhe und Friede bringt… egal ob Du tatsächlich in entspannter Umgebung bist oder Dir das nur suggerierst!

Du wirst sehen, wie Dich das in wenigen Atemzügen entspannt!

Suche Dir also am besten gleich JETZT einen solchen magischen inneren Ort und besuche ihn ab und zu, damit Du in der nächsten Stresssituation nicht krampfhaft danach suchen musst;)


Mein Gimmick im April ist eine von mir selbst eingesprochene Minuten-Meditation, die Dich in nur 1 Minute herunterfährt und ins Hier und JETZT bringt. Lade sie Dir aufs Handy und Du hast Deinen EntspannungsGuide immer am Mann oder an der Frau!

Am 1.5. erscheint mein nächstes Magazin – Freu Dich drauf!


Neu in meiner AudioApotheke ist in diesem Monat eine wunderbare Meditation für Kids gelandet!